Kategorie: News

  • Hitze und Dürre – Überraschung, Aktionismus und was wirklich hilft

    Hitze und Dürre – Überraschung, Aktionismus und was wirklich hilft

    Ein heißer Sommer neigt sich dem Ende zu. Die Menschen stöhnen unter Hitze und Dürre. Zehntausend Menschen sind in Deutschland durch die Hitze gestorben. Die Natur leidet. Pflanzen verdorren. Fische sterben. In Bächen und Flüssen fließt nur mehr wenig Wasser. Wälder brennen – nicht nur in Frankreich, Spanien oder Griechenland, sondern in den Chiemgauer Alpen und in der nördlichen Oberpfalz. Die wirtschaftlichen Schäden gehen in die Milliarden.

    Vergleicht man die Temperaturen dieses Sommers mit den Temperaturen früherer Jahre, erkennt man, dass dieser Sommer kein normaler Sommer ist. Vermehrte Hitze und Dürre werden nun zur neuen Normalität des Sommers. Wahrscheinlich müssen wir uns auf diese neue Normalität einstellen.

    Die Hitze und Dürre ergeben sich aus dem Klimawandel. Überraschend ist nicht, was derzeit geschieht. Seit mehr als dreißig Jahren gibt es fundierte Studien zum Klimawandel und seit mehr als dreißig Jahren bestätigen sich die Prognosen fortwährend. Es ist belegt, dass es vermehrt zu Trockenheit und hohen Temperaturen kommt, so wie „Sturzfluten“ zunehmen und weniger Grundwasser gebildet wird. Überraschend ist letztlich nur, wie sich Politiker überrascht zeigen und wie eilig nun versucht wird, dieser „Hitzewelle“ Herr zu werden, als wäre dies eine „Naturkatastrophe“ die unerwartet auftritt und dann wieder verschwindet.

    Klimaschutz wäre machbar

    Der Klimawandel wird von Menschen verursacht und er kann vom Menschen aufgehalten werden. Es gibt gut durchdachte Konzepte, die vor allem darauf beruhen, dass der Ausstoß an Kohlendioxid gemindert wird und die Wirtschaft nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit umgebaut wird. Die Landnutzung muss so umgestellt werden, dass der natürliche Landschaftswasserhaushalt gestärkt, Wasser zurückgehalten und auf natürliche Weise gespeichert wird. Dies alles ist seit langem bekannt. Warum tun wir dies nicht?

    Die Politik der Regierungsparteien hat nun aber den Anschein erweckt, man könne im Klimaschutz gleichsam die Pausentaste drücken. Es soll der Wirtschaft freier Lauf gelassen werden, Wirtschaftswachstum erzeugt werden, um später dann irgendwann, wenn wieder genug Geld vorhanden ist, wieder Klimaschutz zu finanzieren.

    Aktionspläne, Geld, Beton und Gerede

    Die Politik der Regierungsparteien ergibt zurzeit ein erbärmliches Bild. Es werden eilig Aktionspläne formuliert und Politiker geben sich als starke Macher und Problemlöser. Dies steht aber in einem eklatanten Gegensatz zu den Realitäten. Wir können die Entwicklung des Klimas stören, aber nicht steuern. Die Gesetzmäßigkeiten der Natur lassen sich nicht leugnen, wegdiskutieren und auch nicht zeitweilig außer Kraftsetzen. Klimawandel lässt sich nicht durch Regierungsbeschlüsse pausieren. Wenn es an Wasser mangelt, können wir nicht Wasser machen. Wir können mit all unseren Technologien nicht machen, dass es regnet. Wenn es regnet, können wir nicht machen, dass es zu regnen aufhört.

    In alten Reflexen wird nun gestritten, wieviel Geld der Bund den Kommunen für Klimaanlagen zuweist – und dabei wird es nicht darstellbar sein, durch Klimaanlagen allen Menschen kühle Orte zu verschaffen. Da wird gefordert, in den Flüssen Fahrrinnen zu vertiefen, damit auch bei Niedrigwasser Schiffe stark beladen fahren können. Dabei hat die Verbauung der Flüsse sehr dazu beigetragen, den natürlichen Wasserhaushalt zu stören. In der alten Gleichsetzung von „was machen“ mit „was bauen“ sollen große neue Fernwasserleitungen gebaut werden. Größere LKWs sollen zugelassen werden.

    Gleichzeitig kommt dort, wo sich wirklich der Landschaftswasserhaushalt verbessern ließe, wenig voran. So fällt in eine Zeit, in der viel von natürlichem Wasserrückhalt geredet wird, die Meldung, dass in Bayern beim Moorschutz nach großen Ankündigungen kaum etwas erreicht wurde. Seit langem schon heißt es, dass die Versiegelung von Böden begrenzt und gemindert werden soll. Tatsächlich schreitet die Versiegelung immer weiter voran. Wenn es darum geht, wo Flächen entsiegelt werden können, endet alles rasch im Kleinklein – hier geht es nicht, da geht s auch nicht und dort schon gar nicht.

    Wirksame Aktionspläne für Wasser- und Gewässerschutz

    Dabei gibt es aus der Sicht des Wasser- und Gewässerschutzes eine Vielzahl von Aktivitäten, die tatsächlich wirksam sein können. Grundlage müsste dabei eine konsequente Klimaschutzpolitik sein, die den Ausstoß an Kohlendioxid reduziert. Ein Ausgangspunkt für Veränderungen muss die Bewahrung des Naturhaushalts der Gewässer und die Stärkung des Landschaftswasserhaushalts sein.

    In den Gemeinden kann mit den Bürgern vieles zum Guten bewegt werden. Sehr viele Kommunen verfügen mittlerweile über Konzepte zum Sturzflut-Risikomanagement. Sie sollen ergänzt werden durch kommunale Konzepte zum Wasserrückhalt, zu Versickerung und natürlicher Speicherung von Wasser. Projekte der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) bieten hier gute Potenziale.

    Städte und Gemeinden brauchen verbesserte Planungs- und Steuerungsinstrumente, um bauliche Verdichtung, Entsiegelung, Bewahrung und Schaffung von Grünflächen, Baumpflanzungen und Baumschutz wie auch die Schaffung von Wasserflächen und Wasserläufen besser leisten zu können.

    Die Entnahme von Wassern muss für alle Bereiche (auch für die Landwirtschaft) erfasst werden und die Entnahme von Wasser aus dem Grundwasser und aus den Flüssen muss nach dem Grundsatz der Nachhaltigkeit geschehen. Es kann nur so viel Grundwasser genutzt werden, wie auf natürliche Weise neu gebildet wird.

    Moore sind für den Wasserrückhalt von sehr großer Bedeutung. Sie sollen bewahrt und ausgedehnt werden.

    Wasserleitungen, die aus niederschlagsreichen Regionen wie dem Süden Bayerns Wasser in niederschlagsarme Regionen im Norden des Landes schaffen, können das Problem nicht wirklich lösen, weil es auch im Süden an Wasser mangelt.

    Es braucht eine den jeweiligen klimatischen Bedingungen angepasste Land- und Forstwirtschaft. Die Regelung, Förderung und Beratung der Landwirtschaft muss auf eine Landnutzung ausgerichtet sein, die den Landschaftswasserhaushalt nicht schädigt, sondern fördert.

    Gegen die Überwärmung von Bächen hilft Beschattung. Gewässerrand streifen sollen so bewachsen sein, dass der Bach kühl und schattig bleibt.

    Fische müssen tun können, was auch wir Menschen machen: kühle Orte aufsuchen. Dazu müssen Stauwehre, die Wanderungen von Fischen blockieren, um- oder abgebaut werden. In Umgehungsgewässern von Stauwehren muss auch bei Niedrigwasser genug Wasser verbleiben. Klein- und Kleinstkraftwerke, bei denen die ökologische Schadwirkung den geringen Ertrag an Strom bei weitem übersteigt, müssen abgebaut werden.

    Die Bundeswasserstraßenverwaltung muss in die Lage gesetzt werden, die als Wasserstraßen eingestuften Flüsse in einen guten ökologischen Zustand zu bringen. Gerade an stark „ausgebauten“ Flüssen, wie der Donau und dem Main, muss sich die Schifffahrt am tatsächlichen Bedarf orientieren und realistisch die Schifffahrt an die Verfügbarkeit von Wasser ausrichten.

    Freizeitnutzungen, wie z. B. das Befahren von Flüssen mit Booten müssen eingeschränkt werden, wenn Schäden an der Natur zu erwarten sind. Die in Vereinen und Verbänden organisierten Kanuten und Ruderer beachten dies. Für kommerzielle Bootsverleiher müssen Vorgaben gesetzt werden.

    Wohin?

    In vielem stehen sich heute Konzepte und Aktivitäten gegenüber und es braucht Richtungsentscheidungen. Sollen wir versuchen, mit noch mehr Beton und Baggern, stromfressenden Klimaanlagen, Wassersprühern, künstlichen Speicherseen, Fernwasserleitungen und Bewässerungsanlagen Kunstwelten in Wüsten zu schaffen oder wollen wir zu einem ausgeglichenen natürlichen Landschaftswasserhaushalt kommen?

    In manchem schließt das eine das andere nicht aus. Es braucht aber Klarheit über die Ziele und eine nüchterne Abschätzung des Machbaren und Darstellbaren. Für die Mitwirkenden der Donau-Naab-Regen-Allianz ist klar: Gewässerschutz, Wasserschutz und Klimaschutz gehören zusammen und sind der richtige Weg.

    Schließlich wird eines von der derzeitigen Hitze und Dürre bleiben: Wer jetzt noch überrascht ist von unnormal hohen Temperaturen und Wassermangel, kann nicht mehr überrascht sein, wenn die nächste Hitzewelle kommt. Genauso können wir nicht mangelndem Wasser und Erwartbarer Teil des Klimawandels überrascht sein, wenn die nächste Sturzflut heftig an Orten auftritt, an denen man es nicht vermutet hätte. Dies alles sind erwartbare Ereignisse, auf die wir uns einstellen müssen und die und solange bedrohen, bis wir endlich entschlossen die Überhitzung der Erde aufhalten.

  • Einweihung Hochwasserschutz Sallern

    Einweihung Hochwasserschutz Sallern

    Die Arbeiten am Hochwasserschutz für den Regensburger Stadtteil Sallern wurden am 9. Juli 2026 feierlich abgeschlossen. An der Einweihungsfeier nahmen Hans Holler und Dr. Josef Paukner als Sprecher der Donau-Naab-Regen-Allianz DoNaReA teil. Die DoNaReA hat sich früh schon an den Planungen beteiligt. Besonders trat die DoNaReA dafür ein, am Ufer an geeigneten Stellen Plätze zu schaffen, an denen sich die Menschen gern aufhalten und an denen man gut im Regen baden kann. An anderen Stellen soll sich Natur dagegen ungestört entfalten können. Die Verbindung von baulichem Hochwasserschutz mit einer Aufwertung der Ufer und Auen für die Menschen und für die Natur ist in Sallern sehr gut gelungen.

  • Regionales Wasserforum Oberpfalz„Für lebenswerte Bäche, Flüsse und Seen“

    Regionales Wasserforum Oberpfalz„Für lebenswerte Bäche, Flüsse und Seen“

    Statement des Sprechers der Donau-Naab-Regen-Allianz Dr. Josef Paukner am 21.04.2026
    Wir schreiben das Jahr 2026. Es ist nun klar und amtlich: Die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie werden auch in der zweiten Verlängerung nicht erreicht.
    Ich erinnere mich an den hochgeschätzten früheren Leiter des Sachgebiets Wasserwirtschaft bei der Regierung der Oberpfalz, Günther Schobert, der hier in diesem Saal bei den ersten Wasserforen vom „großartigen Produkt Wasserrahmenrichtlinie“ sprach.
    Wir haben damals als Donau-Naab-Regen-Allianz eine ausführliche Stellungnahme verfasst. Ein ebenso hochgeschätzter Mitarbeiter des Sachgebiets Wasserwirtschaft hat sich damals mit allem Nachdruck gegen unsere kritischen Bedenken verwahrt. Er hat vertreten, dass die Ziele der
    Wasserrahmenrichtlinie zweifellos erreicht werden können. Alles, was es dazu an Mitteln brauche, sei vorhanden. Ich habe daraufhin eine Woche lang „Frust geschoben“ und heute wären wir froh, wenn wir damals mit unserer Kritik nicht recht behalten hätten.
    Warum haben wir es nicht geschafft? Man hat sich damals alles einfacher vorgestellt. Es gab eine allzu optimistische (man kann vielleicht auch sagen: geschönte) Einschätzung der Situation unserer Gewässer.
    Wir haben zu wenige Werkzeuge, zu wenig Ressourcen. Immer wieder erschienen andere Belange wichtiger.
    Wir haben die Umsetzungskonzepte und sie müssen nun umgesetzt werden. Das Vorhandensein eines Umsetzungskonzepts ändert in der Realität noch nichts.
    Wir gehen in die „Vollplanung“. Wir kritisieren, dass die Umsetzungskonzepte in vielem noch zu zaghaft und zu zögerlich sind. Sie werden nicht ausreichen. Das Monitoring muss zeigen, ob die Maßnahmen ausreichen, und wenn das nicht der Fall ist, muss die „Vollplanung“ nachgeschärft werden.
    Was nicht geschehen darf, ist, dass wir uns herausmogeln, Bewertungskriterien verändern oder Probleme wegdefinieren.
    Wir wissen, dass die Hydromorphologie gar nicht unser größtes Problem ist. Wir brauchen Fortschritte bei den so genannten diffusen Einträgen.
    Wir sehen, dass sich hier manches zum Guten bewegt. Das Problem der Bodenabschwemmung ist gerade auch durch zunehmende Sturzfluten mehr als früher als Problem erkannt.
    „Landschaftswasserhaushalt“ ist das Stichwort für eine umfassende Bewahrung und Stärkung des Naturhaushalts, auch mit Blick auf Grundwasser, Trinkwasser, Wasserknappheit und Hochwasser.
    Damit muss die Herstellung des guten ökologischen Zustands der Gewässer verbunden werden.
    Um schädliche Einträge aus den Flächen zu mindern, brauchen wir die Förderprogramme. Wir brauchen aber auch das Ordnungsrecht. Man muss sich trauen, Recht und Gesetz im Bodenschutz zur Geltung zu bringen.
    Wir werden die wasserwirtschaftlichen Probleme nicht mit den Mitteln der Wasserwirtschaft allein lösen.
    Wir brauchen ein Miteinander von Staat und Kommunen, Behörden und Bürgern. Wir brauchen nicht nur eine von wer weiß wie vielen Verlängerungen, sondern einen Aufbruch.
    Wir haben es in den 70er- und 80er-Jahren geschafft, durch einen großen Aufbruch die stoffliche Belastung der Gewässer zu mindern, vor allem durch den Bau und Ausbau von Kläranlagen. Jetzt müssen wir aufbrechen, die Gewässer in einen guten ökologischen Zustand zu bringen.
    Zuletzt noch ein Appell: Es wird, realistisch gesehen, noch einige Zeit dauern, bis alles getan ist, das zu tun ist.
    Das Nicht-Erreichen der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie reiht sich ein in andere Bereiche des Staatsversagens, besonders in der Natur- und Umweltpolitik. Aber wir haben jetzt dramatische Veränderungen im Lebensraum- und Artenbestand. Wir haben nicht viel Zeit.
    Für die Zeit, in der man wieder auf Ankündigungen von Umweltpolitikern vertrauen kann, müssen wir jetzt Refugien bewahren und schaffen, in denen natürliche Artenvielfalt überleben kann. Wir müssen jetzt besonders auf Refugialbiotope achten.
    Der Rückbau von Querbauwerken, wie er durch die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur vorangebracht werden soll, bietet hier gute Chancen. Wir müssen sehen, dass wir Gewässerstrecken schaffen, die frei fließend sind.
    Ein wichtiges Refugium für die Fische des Regens und der Donau liegt beim Wehr Pielmühle. Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein Tochterunternehmen des Freistaats Bayern ausgerechnet hier ein Wasserkraftwerk plant.
    Wenn wir auf solche Refugialbiotope besonders achten, ist das Realismus mit Blick auf die großen anstehenden Aufgaben. Da klingt Frust an. Aber der Frust darf uns nicht lähmen. Er darf uns nicht aufhalten, in einem neuen Aufbruch den guten ökologischen Zustand aller Gewässer zu erreichen.

  • Treffen in Regensburg

    Treffen in Regensburg

    Eine Vielzahl von aktuellen Problemen des Gewässerschutzes in der Oberpfalz stand beim Treffen der Donau-Naab-Regen-Allianz am 8. Oktober auf der Tagesordnung. Wie so oft reichte die Zeit nicht aus, alle anstehenden Aufgaben zu besprechen.
    Breiten Raum nahm die Diskussion um die Donau ein. Die Bundeswasserstraßenverwaltung ist in der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet, die Donau in einen guten ökologischen Zustand zu bringen bzw. ein gutes ökologisches Potenzial herzustellen. Besonders sollen die Stauwehre für wandernde Fische passierbar („durchgängig“) gestaltet werden. Bislang ist hier kaum etwas geschehen. Die Donau-Naab-Regen-Allianz begrüßt und unterstützt, dass nun allmählich Planungen zur ökologischen Aufwertung der Donau erstellt werden, wenn auch bei der Durchgängigkeit der Staustufen noch auf lange Zeit kaum etwas geschehen wird. Wir fordern hier einen realistischen Zeitplan für eine zeitnahe Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben. Hier hoffen wir auf die Unterstützung durch Abgeordnete des Deutschen Bundestages.
    Intensiv diskutiert wurde die Schädigung der Pfreimd durch gewaltige Mengen an Schlamm, die bei Arbeiten an der Kainzmühlsperre abgeschwemmt wurden. Die dadurch entstandenen Schäden müssen zügig gemindert werden und so weit dies nicht möglich ist, sind sie durch Verbesserungen der Gewässerökologie auszugleichen. Mit Betroffenen von der Pfreimd drängt die Donau-Naab-Regen-Allianz auf rasche Abhilfe.
    Weitere Themen waren u. a. der Abbau des Wehrs der Wutzschleife an der Schwarzach (der hoffentlich bald geschieht), der Umbau des Wehrs an der Naab in Dachelhofen (der endlich durchgeführt werden sollte) und die Wasserstandsschwankungen an der Schwarzen Laber (die immer noch nicht abgestellt sind). Der Yachthafen am Oberen Wöhrd in Regensburg soll im Zuge von Hochwasserschutzmaßnahmen umgestaltet und öffentlich zugänglich gemacht werden – hier stocken allerdings die Planungen immer noch. Die Donau-Naab-Regen-Allianz arbeitet in einem Netzwerk der Regensburger Naturschutzverbände zur Bewahrung von Biodiversität mit und konnte Vorschläge und Forderungen zur Neufassung des Landschaftsplans der Stadt einbringen.
    Zu den akuten Problemen der Resistenzentwicklung gehört die stoffliche Belastung des Wassers, wobei derzeit besonders die „Ewigkeits-Chemikalien“ PFAS Probleme bereiten, aber auch unzureichend ausgebaute Kläranlagen und viel zu häufige „Mischwassserentlastungen“.
    Bei diesen Problemen gilt es immer wieder „dicke Bretter zu bohren“. Das gute Zusammenwirken der Naturschutzverbände in der Donau-Naab-Regen-Allianz hilft die Vielfalt des Lebens im Wasser und am Wasser zu erhalten.

  • Umweltschaden Pfreimd

    Umweltschaden Pfreimd

    An der Pfreimd ist es im vergangenen Jahr zu einem gewaltigen Umweltschaden gekommen. Bei Arbeiten am Wehr Kainzmühlsperre waren sehr große Mengen an Schlamm abgeschwemmt worden. Über eine weite Strecke hinweg belastet seither eine mächtige Schicht von Schlamm Schlamm das Leben in diesem Fluss. Auch für Badende oder für weidendes Viehverursacht dies Gefahren. Naturschützer und Fischer, aber auch die Anwohner und die Eigentümer von Fischereirechten sind empört, weil der Verursacher (das Unternehmen Engie) bislang nichts unternommen hat, den Schlamm zu entfernen.
    Am 17. Juli trafen sich Naturschützer und Fischer bei der Ödmühle an der Pfreimd. Bei einer Begehung und Besichtigung der aktuellen Situation kamen sie überein, eine Interessensgemeinschaft für die Pfreimd zu bilden. Die Donau-Naab-Regen-Allianz beteiligt sich an dieser Initiative,. Gemeinsam drängen wir darauf, diese Umweltschäden rasch zu mindern. Gewässerökologische Maßnahmen die Lebensbedingungen in der Pfreimd verbessern. Es muss sichergestellt werden, dass sich derartige massive Abschwemmungen von Schlamm nicht wiederholen – hier wie auch an anderen Stauwehren.

  • Für die zügige ökologische Aufwertung der Donau

    Für die zügige ökologische Aufwertung der Donau

    Gespräch mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK in Regensburg

    Die DoNaReA fordert eine zügige Verbesserung des ökologischen Zustands der Donau, wie sie in der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) geboten ist. Die Bundeswasserstraßenverwaltung (WSV) ist hier in der Pflicht.

    Am 29. Januar trafen sich Vertreter der Donau-Naab-Regen-Allianz DoNaReA mit Mitarbeitern des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Donau MDK in Regensburg zu einem Gespräch. Zuständige Mitarbeiter der WSV informierten über die verschiedenen Zuständigkeiten einzelner Behörden und über die aktuellen Planungen. Es wurde erörtert, welche Möglichkeiten und Hemmnisse hier bestehen. Die in der DoNaReA vernetzten Verbände unterstützen es, dass derzeit die Kapazitäten für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinien aufgebaut werden. Es braucht aus der Sicht der DoNaReA jetzt einen realistischen Zeitplan und entschlossenes Vorgehen zur zeitnahen Realisierung der Planungen. Die Kommunikation zwischen der WSV und den Verbänden ist der Sache förderlich. Als Ergebnis des konstruktiven Gesprächs wurde festgehalten, dass künftig regelmäßig Fortschritte bei der ökologischen Aufwertung der Donau besprochen werden sollen.

    Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Donau MDK und der Donau-Naab-Regen-Allianz.

    Von links nach rechts: Jan Stubbe (WSA), Peter Hirmer (BN AK Wasser), Robert Bäumler (DoNaReA), Dr. Christian Stierstorfer (DoNaReA), Marko Ruszczynski (WSA), Jürgen Lukassek (DoNaReA), Dr. Josef Paukner (DoNaReA), Karl-Wilhelm Sandersfeld (DoNaReA), Helmut Rubenbauer (WSA), Sabrina Saaristo (WSA), Robin Landeau (WSA).